1001kindernacht®

Die ganzheitliche Schlafberatung

BUCHTIPPS


«Stillen – Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung»


von Ursula Henzinger, Psychosozial-Verlag 2020 (Überarbeitete Neuauflage) 

 

Ich war vor vielen Jahren bereits von der ersten Ausgabe dieses Buches (damals noch mit dem Titel «Stillen – Die Quelle mütterlicher Kraft») begeistert. Damals hatte ich mich dem Thema Stillen durch die persönliche, noch sehr unreflektierte Erfahrung mit unseren ersten beiden Söhnen genähert.  

Ich war und bin heute noch stark beeindruckt von der tiefen Weisheit, die in diesem Buch verborgen ist. Ursula Henzinger schafft es, in Worte zu fassen, was Mütter – wenn auch leider vermutlich längst nicht alle – in einem bestimmten Bereich ihres Lebens, nämlich der Stillzeit, erfahren und erfühlen. Dieser Bereich entzieht sich dem Intellekt durch seine körperlich-emotionalen Aspekte – und soll sich ihm vielleicht auch entziehen.  

Wie kann man erklären, um was es beim Stillen geht, wenn man es nicht erlebt hat oder nicht auf erfüllende Weise erleben konnte? Fachliche Bücher, die die Vorteile oder «Technik» des Stillens beschreiben, Lösungen für Probleme liefern oder die Inhaltsstoffe der Muttermilch auflisten, gibt es viele. Stillen ist aber weit mehr als eine bestimmte Ernährungsform von Menschenkindern. Stillen ist in erster Linie eine zwischenmenschliche Beziehung, die zwei Menschen (Mutter und Kind) so komplett prägt und verändert, dass sie auf eine Weise verbunden sind, die auch nach dem Abstillen Bestand hat. Leider ist Stillen aber auch sehr störanfällig und auf ideale Bedingungen angewiesen: Dazu gehören unter anderem möglichst wenig Trennungen von Mutter und Kind, sowie möglichst viel Unterstützung des Umfelds. Ursula Henzinger beleuchtet diesen psychosozialen und seelischen Aspekt des Stillens auf geschickte Weise: Sie nimmt Märchen als «Übersetzungshilfe» und kann sich daher einer Sprache bedienen, die universell ist und von allen Menschen verstanden wird.  

Neben all dem ist das Buch ein fachlich hochkomplexes Werk, randvoll gefüllt mit Wissen über historische, kulturelle und soziobiologische Zusammenhänge in Bezug auf das Stillen. Die Leser werden durch die verschiedenen Themen der Stillbeziehung hindurchgeführt: Vom Stillbeginn, über das Stillen des Kleinkindes, von der Mutter-Kind-Beziehung zur Vater-Mutter-Kind-Beziehung bis hin zum Abstillen, welches das Buch abrundet.  

Ursula Henzingers Buch ist und bleibt auch in seiner neuen Form ein Kleinod, das seinen festen Platz in meiner Bibliothek gefunden hat.  

 

Sibylle Lüpold 


«Die neue Elternschule» von Margot Sunderland


Dorling Kindersley Verlag, München 2017


Die Direktorin der Abteilung für Erziehung und Ausbildung am «Centre for Child Mental Health» in London erklärt in ihrem Bestseller die entscheidenden Erkenntnisse der Wissenschaft zur kindlichen Gehirnentwicklung auf gut verständliche Weise. 90% des Wachstums des menschlichen Gehirns findet in den ersten fünf Lebensjahren statt – nach einem Jahr ist schon fast die Hälfte aller Gehirnzellen (200 Milliarden bei Geburt) verschwunden. Es ist von entscheidender Bedeutung, was ein Kind in der frühen Kindheit erlebt, insbesondere wie sich die Eltern-Kind-Beziehung gestaltet. 

 

Sunderland geht in ihrem Buch u.a. Fragen nach wie: 


  • Welche Bedingungen braucht das Gehirn eines Kindes, um sich optimal zu entwickeln? 
  • Kann man ein Kind verwöhnen
  • Was passiert mit einem Baby, wenn man es schreien lässt
  • Warum sind KörperkontaktTrost und Zuwendung so wichtig? 
  • Weshalb leidet ein kleines Kind unter Trennungen und wie kann man es unterstützen? 
  • Was braucht ein Kind, um entspannt zu schlafen?
  • Wie können Eltern ihrem Kind von Anfang an dabei helfen, mit Stress umzugehen? 
  • Ab wann ist ein Kind zur Vernunft fähig? 
  • Wie können sich SozialkompetenzEmpathiefähigkeit und Konfliktbereitschaft entfalten? 
  • Wie lernen Kinder am besten? 


Zum Schlafen schreibt Sunderland: 

 

«Psychologische Studien belegen, dass Kinder, die mit im Bett ihrer Eltern schliefen, ein bedeutend höheres Selbstwertgefühl haben, weniger unter Ängsten leiden, über eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit verfügen als Erwachsene, seltener psychische Störungen haben und mit ihrem Leben zufriedener sind.»* Kinder hingegen, die früh schon alleine schlafen mussten und dabei Ängsten und Stress ausgesetzt waren, sind schwieriger im Umgang, ängstlicher und neigen stärker zu Wutanfällen. Nähe und Körperkontakt in der Nacht helfen dem Kind (u.a. aufgrund der Ausschüttung bestimmter Hormone und Botenstoffe) bei der Regulation belastender Gefühle und ermöglichen die nötige Entspannung. 


Sibylle Lüpold

 
1) Kramer K.L. et al. (2003): “Developmental effects of oxytocin on stress response: single versus repeat ed exposure.” Physiology and Behaviour Sept; 79(4-5):775-82.
2) Buckley P. et al. (2002): “Interaction between bed sharing and other sleep environments during the first six months of life.” Early Human Development Feb; 66(2): 123-32



«Der Zauberkäfer» von Martin Sutoris 

 

Das liebevolle Einschlafritual für Kinder (GU Verlag 2018) 


Martin Sutoris ist Mentaltrainer und hat sich auf NLP und Kommunikation spezialisiert. Die Methode des «Zauberkäfers» hat er als Einschlafhilfe für seine eigenen Kinder entwickelt. Sie ist für Kinder ab drei Jahren gedacht und passt wunderbar zum Konzept von 1001kindernacht®, weil auch sie Entspannung und Geborgenheit als zentrale Aspekte des Einschlafens betrachtet. Das in vielen Familien vorherrschende allabendliche Drama ums Zu-Bett-Gehen soll durch ein friedliches und wirksames Ritual ersetzt werden. Die Kinder schlafen deswegen nicht alleine ein, das Einschlafen dauert aber kürzer und ist für alle Beteiligten angenehm. 

«Bei Kindern ist es oft die beste Strategie, wenn sie mit der körperlichen Nähe und Wärme von Mama und Papa einschlafen.» erklärt Sutoris. «Das klingt zunächst simpel – denn dazu müssen sich Mama und Papa einfach nur ins Bett legen und kuscheln. Das Problem dabei ist jedoch, dass man nicht die Geduld hat, so lange im Bett liegend zu warten, bis das Kind schläft. Ein anderes Problem beim langen Kuscheln im Kinderbett ist, dass Eltern selber ungewollt einschlafen.» Hier setzt der «Zauberkäfer» als liebevolle und einfache mentale Technik an.  


Sibylle Lüpold

 
 

 


Komplett neu überarbeitet 

im Buchhandel

 

 

 

 Neu: Broschüre "Vaternächte"


Die Broschüre kann in gedruckter Form für 2 Sfr. / 2 Euro pro Stück plus Porto bestellt werden bei karin@1001kindernacht.ch

 

 


Notre site en français: 


Il nostro sito web in italiano:


Our site in English: